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Die Privatpilotenlizenz (EASA-PPL)

Eine Privatpilotenlizenz ist Basis für jede fliegerische Weiterbildung.

Voraussetzungen
  • 17 Jahre bei Prüfungsabschluss
  • Absolvieren einer medizinischen Tauglichkeitsprüfung
  • Englischkenntnisse, die mehr oder weniger einem First of English entsprechen (vor allem wenn nach dem PPL Weiterausbildungen folgen sollen). Dabei muss ein sogenannter Language Proficiency Check LPC abgelegt werden.
  • Begeisterung für die Fliegerei; Bereitschaft entsprechend viel ZEIT zu investieren
  • Freude und Durchhaltevermögen an einer neuen Herausforderung
  • Abschliessen eines Ausbildungsvertrages mit der Flugschule Reichenbach
  • Späterer Eintritt in die Fluggruppe Reichenbach; mit Rechten und Pflichten als Vereinsmitglied

 

PPL Theorie

Die Theorie für die Grundschulung erfolgt normalerweise im Winterhalbjahr; d.h. von Ende Oktober bis Ende März. Anschliessend findet die Abschlussprüfung durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt statt. Die Abschlussprüfung kann mittlerweile gesplittet werden in mehrere Sessions. Die Gültigkeitsdauer der bestandenden Theorieprüfung beträgt 24 Monate. Innerhalb dieser Frist muss die praktische Ausbildung abgeschlossen werden, um die Privatpilotenlizenz zu erhalten.

 

Theoriekurs der Motorflugschulen Reichenbach und Thun
  • abwechselnd Samstag ganzer Tag und Mittwoch Abend
  • Durchführung im neuen Theorieraum auf dem Flugplatz Reichenbach.
  • Kosten ca. Fr. 2'300.00 inkl. Material.
  • In einem speziellen Kurs wird das Funksprechzeugnis erworben
    (gute Englischkenntnisse sind dafür erforderlich)

 

Theorieumfang ca. 200 Std (Richtwerte in Klammern)
  • 10 Luftrecht (20 Std)
  • 20 Allgemeine Luftfahrzeugkenntnis (30 Std)
  • 30 Flugleistung und Flugplanung (10 Std)
  • 40 Menschliches Leistungsvermögen (15 Std)
  • 50 Meteo (30 Std)
  • 60 Navigation inkl. Radionavigation und GPS (35 Std)
  • 70 Betriebsverfahren (10 Std)
  • 80 Grundlagen des Fluges (15 Std)
  • 90 Radiotelefonie (35 Std)

 
PPL Praxis
Die praktische Ausbildung dauert mindestens 45 Flugstunden mit Fluglehrer und anschliessender Prüfung. Für die Grundschulung stehen Aero AT3 sowie eine Cessna 172 zur Verfügung.
Lektionen häufig halbtägig samstags, in Absprache mit dem zugeteilten Fluglehrer auch wochentags. Flugsaison ist von März/April bis Oktober/November.

Die Ausbildungsstufen in Kürze:
  • Grundlagen
  • Fluglagen, Platzrunden
  • Notverfahren, Pannen
  • Erster Alleinflug - Kontrollflug / Ein Meilenstein in Ihrer "Karriere" als Pilot
  • Erweiterte Ausbildung, Navigation, Ziellandeflüge
  • Überlandflug / Anflüge von fremden Plätzen
  • Gebirgseinweisung
  • Spezialtraining, Fliegen nach Instumenten etc.
  • Radionavigation - Einführung / Navigation mit VOR, kontrollierte
  • Flugplätze
  • Repetition / Festigung
  • Prüfungstraining

Damit wir Sie noch etwas mehr "gluschtig" machen können, hier eine Beschreibung der einzelnen Ausbildungsstufen:

1. Zu Beginn einer Flugausbildung werden Sie mit dem Flugzeug, dem Flugplatz und der Umgebung vertraut gemacht. Auf mehreren Flügen lernen Sie die Grundlagen des Fliegens: Horizontalflug, Steigflug, Sinkflug und Kurvenflug. Die Anwendung und das Lernen von Checks sind ebenfalls wichtige Ausbildungselemente.

 

2. In der zweiten Ausbildungsphase lernen Sie die Standardverfahren im Flugplatzbereich, d.h. Flugverfahren und Manipulationen im Flugplatzbereich, Platzrunden- Geographie, Start, Anflug und Landung.

 

3 + 4. In Stufe drei werden Gefahrenzustände erflogen sowie Notverfahren und Notlandeübungen durchgeführt. Anschliessend wird das Gelernte mit weiteren Übungen gefestigt, und es folgen die ersten Solo-Flüge.

 

5. Die ersten Überlandflüge sind Thema der Ausbildungsstufe 5 . Der erste Alpenflug wird zu einem "High-Light" der Flugausbildung.

 

6. In Stufe 6 werden weitere Notverfahren geübt.

 

7. Mit Stufe 7 stehen weitere Überlandflüge sowie der Anflug von, für den Schüler, neuen Flugplätzen auf dem Programm.

 

8. Das Fliegen mit Hilfe von Instrumenten wird in einer weiteren Ausbildungsphase zuerst im Simulator und anschliessend im Flugzeug trainiert. Hier geht es jedoch nicht um den eigentlichen Instrumentenflug, sondern um das richtige und sichere Interpretieren von Fluginstrumenten.

 

9. In der neunten Stufe liegt der Ausbildungs-Schwerpunkt auf der Navigation mittels Radionavigations-Instrumenten und Anwendung GPS. Hier kann auch ein Übungsgerät (Flight Trainer) zum Einsatz kommen.

 

10. Stufe 10 schlussendlich bereitet Sie auf die Flugprüfung vor. In mehreren Flügen wird am Doppelsteuer und auf Soloflügen das Gelernte gefestigt.

 

Abschluss. Gut vorbereitet wird Ihr Fluglehrer Sie anschliessend zur Prüfung anmelden. Auf diesem Flug mit einem Experten des Bundesamtes für Zivilluftfahrt beweisen Sie sich selbst, dass Sie die Fähigkeiten eines Privatpiloten besitzen.

 

 

Als Ergänzung hier noch das Motorflugmerkblatt des AECS

2017  Fluggruppe Reichenbach